Funkwetter Troposphäre und Überreichweiten
Plötzlich sind auf 2 m Relais aus Hunderten Kilometern zu hören? Das ist Tropo: Wetterlagen, bei denen warme Luft über kalter liegt, leiten UKW-Signale weit über den Horizont. Die Seite erklärt, woran man solche Lagen erkennt, und rechnet die Brechzahl der Luft nach.
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Was die Seite kann
- Brechzahl N aus Temperatur, Druck und Feuchte
- Gradient und Erkennung von Ducting
- Wirkung auf den Funkhorizont
- Typische Wetterlagen für Überreichweiten
- Verknüpfung mit Funkstrecken- und Horizontrechner
Hintergrund
Die Brechzahl der Luft wird in N-Einheiten angegeben: N = 77,6 / T · (p + 4810 · e / T), mit T in Kelvin, p und Wasserdampfdruck e in hPa. In der Normalatmosphäre nimmt N um etwa 40 Einheiten pro Kilometer ab. Fällt N stärker als 157 pro Kilometer, krümmen sich die Wellen stärker als die Erde – sie werden in einer Schicht geführt (Ducting).
In der Praxis
So geht es: Temperatur, Luftdruck und Feuchte für mehrere Höhen eingeben, etwa aus einem Radiosondenaufstieg. Der Rechner bestimmt die Brechzahl in jeder Höhe und den Gradienten dazwischen und ordnet ihn ein: normal, verstärkt, Ducting. Steigt der Luftdruck über mehrere Tage und wird es nachts windstill, lohnt ein Blick auf die Relais in größerer Entfernung.
Häufige Fragen
Wann gibt es Tropo-Überreichweiten?
Häufig bei stabilem Hochdruck, besonders im Spätsommer und Herbst, oft nachts und am frühen Morgen.
Betrifft das auch Kurzwelle?
Nein, Kurzwelle wird von der Ionosphäre bestimmt. Tropo wirkt vor allem ab etwa 50 MHz.